Zaun bepflanzen – diese Optionen sind zu überlegen

Metallfarbe - warum und womit werden die Metallzäune und Tore lackiert?
Metallfarbe – warum und womit werden die Metallzäune und Tore lackiert?
14 April 2022

Einen Zaun kann man bepflanzen. Prinzipiell lässt sich jede Zaunanlage mit Gewächsen bepflanzen, doch zu manchen passt dies besser als zu anderen. Warum und womit könnte man den Zaun bepflanzen? Mehr zum Thema im folgenden Artikel. 

Warum und wann soll man den Zaun bepflanzen?

Zurzeit besteht die Option, sich für einen beliebigen Zauntyp zu entscheiden. Es gibt Modern-, Schmiedeeisen-, Doppelstabmatten-, Holz-, Maschendraht- und Gabionenzäune. Moderne Zaunanlagen sind ausdrucks- und designstark, sie dienen als Hingucker, deshalb verlangen eher keine Bepflanzung. 

Im Gegensatz dazu schauen die Doppelstabmatten sehr schlicht aus. Hölzerne Einfriedungen harmonieren ideal mit bunten Blumen und Sträuchern. Gabionen- sowie Schmiedezäune scheinen wie geschaffen dafür zu sein. Eine Frage ist aber – warum bepflanzt man den Zaun? 

  • Eine geeignete Bepflanzung gewährleistet Sichtschutz. Dadurch kann man die Privatsphäre schützen.
  • Mit den Pflanzen wertet man ebenfalls das Grundstück und die unmittelbare Nachbarschaft des Zauns auf. Es ist etwas zum Anschauen und ein echter Hingucker.
  • Zaunbepflanzung gibt dem Grundstück einen einzigartigen Charakter und zusätzlichen Charme. Dadurch ist es auch möglich, den Vorgarten abwechslungsreich zu gestalten und ihn zu individualisieren.
  • Diese Lösung bietet auch gewissen Lärm- und Windschutz sowie angenehmen Schatten an.
  • Nicht zuletzt sorgt man damit dafür, dass die Bienen den Garten gerne aufsuchen.

In puncto der richtigen Zeit für die Bepflanzung muss man abhängig von gewählten Gewächsen darauf achten, wann sie angepflanzt, bzw. gesät sein sollen. Für gewöhnlich findet es im Frühling statt. 

Doppelstabmatten mit grünem Sichtschutz

Doppelstabmattenzäune zeichnen sich durch ihre einfache Optik aus. Sie sind äußerst robust und stabil, jedoch völlig durchsichtig. Damit sie blickdicht sind, montiert man die PVC-Kunststoffstreifen, die in verschiedensten Farben vorhanden sind. Alternativ besteht die Möglichkeit, auf eine grüne Bepflanzung zu setzen. 

Nicht zu vergessen ist lediglich, dass ein lebendiger Zaun kein echter Zaun ist. Obwohl es in der Mehrheit der Länder keine Zaunpflicht gibt, ist es besser die Landesbauordnungen vor der Zaunplanung zu überprüfen.

Doppelstabmatten mit Bepflanzung 

Doch, es handelt sich in diesem Fall um den Gittermattenzaun. Er harmoniert sehr gut mit diversen Gewächsen, die ihm Reiz geben. Sie dienen als eine grüne Wand, die mehr oder weniger pflegeleicht ist. Am besten bewähren sich dabei: Katzenminze, Lavendel, Frauenmantel, Stockrose, Rittersporn oder ja auch Sonnenblumen.

Holzzaun bepflanzen

Abhängig vom konkreten Zaun, also ob es ein Staketen-, Lamellenzaun ist, oder ob dieser aus Querlatten besteht, passt man daran entsprechende Pflanzen an. Holzzäune sind natürlich, naturnah und für alle umweltbewussten Bauherrn empfehlenswert. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, deshalb ist dieser Zaun gut für die Umwelt, doch benötigt er ziemlich großen Pflegeaufwand.

Die Bepflanzung sollte ebenfalls an den Garten angepasst sein. Bauern-, Wiesen-, Waldgärten – alle schauen anders aus. Immer bewähren sich aber Kletterpflanzen, und zwar zu jedem Zauntyp. Die Beschaffenheit des Zauns ist aber ausschlaggebend. 

Zu den beliebtesten Kletterpflanzen gehören Kapuzinerkresse und Duftwicke. Nicht ohne Bedeutung ist, dass ein dicht bewachsener Zaun die Feuchtigkeit aufnimmt, deshalb lohnt es sich eher die einjährigen Gewächse zu erwägen. Das Holz kann dadurch während des Winters etwas aufatmen. Drüber hinaus ist es dann möglich, im nächsten Jahr die Einrichtung zu ändern.

Wie könnte man die Kletterpflanzen ersetzen?

Gräser und Stauden machen eine gute Alternative zu Kletterpflanzen aus. Darunter lassen sich Stockrosen, Sonnenblumen, die universell sind und zu jedem Zauntyp passen, Dahlien, Pampasgras oder Rittersporne nennen. 

Schmiedezaun Bepflanzen

Schmiedezaun BepflanzenIndem sich für den Holzzaun sehr gut die Kletterpflanzen eignen, ist für die schmiedeeiserne Zaunanlage eine Hecke am geeignetsten. Hier bewähren sich weder Kunststoffstreifen, noch ist er von Natur aus undurchsichtig. Zäune aus Schmiedeeisen ragen aber durch ihre Eleganz hervor.

Es besteht die Möglichkeit, sich entweder für eine schlichte Variante oder dekorative Alternative zu entscheiden. Schmiedeeisen-Zäune schauen prächtig und optisch ansprechend aus. Für gewöhnlich sind sie mit diversen Verzierungen versehen, unter anderem mit Rosetten, Zirbeln, Schnörkeln, Zierspitzen. 

Schmiedezaun und bunte Bepflanzung

Nicht ohne Bedeutung ist es, eine farblich passende Bepflanzung zu wählen. Die Metallzäune werden nach Belieben in einer Wunschfarbe pulverlackiert. Zu viele Farben sind nicht gut, doch man könnte für einen Kontrast sorgen. 

Dornengestrüppe fungieren zusätzlich als Kletterschutz. Zwischen Zaun und der Heckenbepflanzung sollte ein Abstand von circa 30 cm gehalten werden, damit sie nicht durch den Zaun wächst. Die Hecke sollte auch unterhalb der Zaunspitzen enden. Immergrüne Hecken, d.h. Eiben oder Buchsbaum verschönern wunderbar den Schmiedezaun. 

Womit kann man den Zaun bepflanzen?

Jeder Zaun lässt sich mit diversen Pflanzen bepflanzen. Im Fall der schmiedeeisernen Zaunanlage bewähren sich erwähnte Eiben oder Eibischhecken. Kletterpflanzen bewähren sich bei Holzzäunen und Geißblatt, Kapuzinerkresse, Kletterrosen oder Hortensie bei Doppelstabmatten.  

Buchsbaum

Der Buchsbaum kann auf jedem Bodentyp gepflanzt werden, dieser sollte lediglich weder zu trocken noch zu nass sein. Er benötigt gut durchlässigen Boden, der mäßig nährstoffreich ist und hohen pH-Wert aufweist. Buchsbäume vertragen keine volle Sonne, bevorzugen den Halbschatten, deshalb sollten nicht in der prallen Sonne platziert werden.

Des Weiteren erreicht der Buchsbaum eine Höhe von bis zu sechs Metern, deshalb eignen sich dieser ausgezeichnet als Sichtschutz. Seine kleinen und immergrünen Blätter geben ihm einen einzigartigen Reiz. Buchsbäume besitzen rundliche und kompakte Kronen, die regelmäßig zurückgeschnitten werden müssen.

Außerdem sollte der Buchsbaum gedüngt werden. Er blüht ab Ende März. Buchsbäume sind anspruchslos, jedoch sind sie auch für Krankheiten anfällig, auch und vor allem für Buchsbaumzünsler.  

Thujen

Thujen, anders genannt Lebensbäume, bieten perfekten Sicht- und Windschutz an. Die Thuja ist eine immergrüne Heckenpflanze. In ihrer Umwelt wächst sie bis zu zwanzig Metern hoch, kann sogar hundertachtzig Jahre alt werden und einen beeindruckenden Stammdurchmesser erreichen.

Lebensbäume besitzen kegelförmige Kronen und bogenförmig aufsteigende Äste. Die Blätter, wenn zerreibt, verleihen einen aromatischen und ansprechenden Duft. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Sorten für den Garten. Die weisen unterschiedliche Wuchsformen und Laubfarben. Buchsbäume mögen volle Sonne und feuchten, kalkhaltigen, sandigen und lehmigen Boden.   

Rosen

Vor allem Kletterrosen sind für die Bepflanzung des zauns geeignet. Man unterscheidet Ramblerrosen, die üppig blühen und eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen. Manche Sorten wie Super Dorothy blühen mehrmals im Jahr aber weniger reichlich. Es gibt auch niedrigere Kletterrosen. 

Wilder Wein

Wilder Wein ist eine perfekte Wahl als Bepflanzung. Er ist ein effektiver Sichtschutz, der schnell wächst. Der Zaun dient als Rankhilfe, andernfalls breitet sich Wilder Wein flach über dem Boden aus. Wilder Wein ist sommergrün, hat fünfteilige Blätter, die elliptisch sind. Die sind grün, jedoch ändern im Herbst ihre Färbung und werden von Gelb über Orange bis zu Scharlachrot.

Kletterpflanzen

Kletterpflanzen teilt man in ein- und mehrjährige Kletterpflanzen ein.Die einjährigen Varianten garantieren viele Gestaltungsmöglichkeiten, und zwar jedes Jahr von neuem. Die wachsen auch schneller und beeinträchtigen weder das Holz noch die Metallzäune. Einjährige Kletterpflanzen verlangen ebenfalls weniger Pflegeaufwand. Dazu zählt, beispielsweise Kapuzinerkresse.

Efeu ist ein Musterbeispiel für mehrjährige Kletterpflanzen. Wilder Wein gehört ebenfalls zu dieser Gruppe. Den Efeu pflanzt man oft an der Hausfassade, falls sie aber Risse aufweist, wächst er darin hinein und sprengt den Putz.

Hochwachsende Stauden – was ist kennzeichnend dafür?

Hochwachsende Stauden - was ist kennzeichnend dafür?Zu den hochwachsenden Stauden gehören, unter anderem Wasserdost, Palisaden-Wolfsmilch, China-Wiesenraute, Riesen-Schuppenkopf und Stauden- sowie Weidenblättrige Sonnenblumen. Sonnenblumen bewähren sich ideal in jedem Vorgarten.

Sonnenblumen Vorzüge

  • Sonnenblumen verschönern effektiv das Grundstück.
  • Sie erfreuen das Auge, indem sie sich durch hohe Stängel samt großen Blüten auszeichnen.
  • Sonnenblumen erreichen eine Höhe von bis zu 3 m, und ihre Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 30 cm.
  • Es gibt sowohl ein- als auch mehrjährige Sorten.
  • Sie blühen im Sommer.
  • Sonnenblumen mögen vollsonnige Standorte und nährstoffreichen Boden.
  • Sie harmonieren sehr gut mit Dahlien, Mädchenaugen und Anemonen.
  • Zwar sind sie windfest, doch es ist empfehlenswert, sie mit Stäben zu stützen.  
  • Sonnenblumen sind anspruchslos.
  • Zu den größten Sorten zählen Titan und King Kong. Die erreichen eine Höhe von bis zu sogar 4 m. 

Pflanzkörbe am Zaun

Es besteht die Möglichkeit, am Zaun Blumenkästen aufzuhängen. Dies gilt als eine einfache Alternative zu Kletterpflanzen. Die mit Sommerblumen bepflanzten Pflanzkörbe lassen sich an den Zaun ohne weiteres aufhängen. Dadurch ist der Zugang zum Zaun garantiert und außerdem kann man auf verschiedene Blumenkombinationen setzen.

Solche Körbe lassen der Fantasie freien Lauf. Es ist möglich, sie individuell zu gestalten, überdies dienen Blumenkästen zuverlässig als Blickfang. Diese Lösung kann man ebenfalls auf dem Balkon einsetzen.

Am besten taugen die Pflanzkörbe zu Doppelstabmatten. Sie verzieren den einfachen Zaun aus Doppelstabmatten und sind leicht in der Montage. Im Übrigen kann man die am Schmiedezaun, an seinem oberen horizontalen Stab falls vorhanden, bzw. am Rahmen aufhängen. Nicht zuletzt passen Blumenkästen zum Holzzaun mit Querlatten.   

Zaun bepflanzen oder nicht?

Es lohnt sich den Zaun zu bepflanzen. Man muss lediglich Vor- und Nachteile solch einer Lösung in Erwägung ziehen. Zum einen verschönern die Pflanzen sogar den schlichtesten Zaun. Zum anderen dienen sie als Wind- und Sichtschutz.

Andererseits verlangen sie gewissen Pflegeaufwand. Es kann ebenfalls passieren, dass das Holz durch zu viel Feuchtigkeit aufquillt. Das gleiche gilt für Metallzäune. Sie sind für Rostfraß anfällig, deshalb ist die Feuerverzinkung standardmäßig durchgeführt. Sie schützt den Metallzaun vor der Korrosion, die aus der Feuchtigkeit folgt. 

Bei der Zaunbepflanzung gibt es zahlreiche Optionen. Solche Lösung bringt mit sich viele gute Eigenschaften. Holz-, Doppelstabmatten- sowie Schmiedezäune taugen ideal dazu, bepflanzt zu werden. Buchsbaum, Rosen oder Eibischhecke sind nur Beispiele der passendsten Gewächsen.